Inhaltsverzeichnis:
- 3D-Druck im Universitätsklinikum Heidelberg
- Geräte mit hoher Genauigkeit
- Vorteile für Kinder und Senioren
- Herausforderungen und nächste Schritte
3D-Druck im Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld stehen mehrere Geräte, die Medikamente mit 2D- und 3D-Drucktechnik produzieren. Heidelberg zählt zu den ersten Standorten in Deutschland, die diese Methode praktisch anwenden. Bereits 2020 startete ein Forschungsprojekt mit Unterstützung der Dietmar-Hopp-Stiftung. Seither wurden dort unterschiedliche Formen wie Tabletten und auflösbare Dünnfilme entwickelt.
- Start des Projekts: 2020
- Förderung: Dietmar-Hopp-Stiftung
- Herstellung: Tabletten, Zäpfchen, Dünnfilme
- Einsatzort: Universitätsklinikum Heidelberg
Geräte mit hoher Genauigkeit
Die eingesetzten Systeme verarbeiten Wirkstoffe millimetergenau. Jeder Druckvorgang wird dokumentiert. Dadurch entsteht ein besonders strenges Verfahren der Qualitätskontrolle. Neben klassischen Tabletten können auch Zäpfchen und schnell lösliche Filme hergestellt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Patientengruppen, die auf flexible Darreichungsformen angewiesen sind.
Vorteile für Kinder und Senioren
Besonders Kinder profitieren von den individuell angepassten Dosierungen. Für ältere Patienten mit Schluckbeschwerden erleichtern die neuen Formen die Einnahme. Fachleute sehen die Chance, künftig mehrere Wirkstoffe in einer einzigen Tablette zu kombinieren. Das könnte Behandlungen deutlich vereinfachen. Gleichzeitig lassen sich Dosierungen exakter anpassen als mit herkömmlichen Methoden.
Herausforderungen und nächste Schritte
Trotz des Fortschritts gibt es Hindernisse. Unterschiedliche Aufsichtsstrukturen in den Bundesländern und Fragen der Infrastruktur bremsen die Einführung. Heidelberg gilt dennoch als Modellprojekt mit Vorbildcharakter. Bis 2026 sind weitere Kooperationen mit der Kinderklinik und dem Hopp-Kindertumorzentrum geplant. Ziel ist es, die personalisierte Medizin auf ein neues Niveau zu heben.
Auch der Klinikverbund Mannheim und Heidelberg will diese Entwicklung nutzen. Damit eröffnen sich neue Chancen für den Markt der personalisierten Arzneimittelproduktion.
Quelle: HEIDELBERG24, www.on-the-top.net/de/