Inhaltsverzeichnis:
- Höchstwerte in Mannheim und Karlsruhe
- Rekordwerte in Sicht
- Waldbrandgefahr steigt
- So wird die Gefahr gemessen
Höchstwerte in Mannheim und Karlsruhe
Am Montag meldete der DWD für Mannheim 35 Grad. In der Nacht kühlte es nur auf 19 Grad ab. Für Dienstag wurden 37 Grad vorhergesagt, am Mittwoch sollen es bis zu 39 Grad werden. Auch Karlsruhe muss mit ähnlichen Temperaturen rechnen. In Stuttgart steigen die Werte auf 34 Grad. Selbst im höher gelegenen Feldberg sind 25 Grad möglich – ungewöhnlich hohe Werte für diese Region.
Der DWD warnt daher vor „extremer Hitze“. Besonders belastend ist dabei, dass die Nächte kaum Abkühlung bringen. Temperaturen über 20 Grad gelten als tropisch. Diese Situation erhöht das Risiko für gesundheitliche Probleme, vor allem für ältere Menschen und chronisch Kranke.
Rekordwerte in Sicht
Die aktuelle Wetterlage erinnert an den Juli 2019, als in Waghäusel-Kirrlach 39,8 Grad gemessen wurden – der bisherige Juli-Hitzerekord für Baden-Württemberg. Die absolute Höchstmarke von 40,2 Grad stammt aus dem Jahr 2003 in Freiburg. Ob dieser Wert in den kommenden Tagen übertroffen wird, ist noch unklar. Der DWD zeigt sich vorsichtig: Die Modelle erlauben derzeit keine klare Aussage, ein Ausschluss sei aber nicht möglich.
Bereits am Dienstag könnten in Mannheim bis zu 38 Grad erreicht werden. In der Nacht ist weiter mit hohen Werten zu rechnen. Nur in Oberschwaben und im Allgäu sinken die Temperaturen auf 14 Grad – eine seltene Ausnahme.
Waldbrandgefahr steigt
Die andauernde Trockenheit der letzten Wochen führt zu erhöhter Waldbrandgefahr. Der DWD gibt für Montag für fast alle Regionen in Baden-Württemberg die zweithöchste Warnstufe aus. Am Mittwoch wird vielerorts sogar die höchste Stufe erreicht – insbesondere in der Rheinebene, am Flughafen Stuttgart und in Metzingen.
Wärme, trockene Vegetation und heiße Winde fördern das Entstehen und Ausbreiten von Bränden. Der Verlust von Bodenfeuchtigkeit beschleunigt das Austrocknen der Pflanzen. Kleinere Feuer können sich dadurch rasch in großflächige Brände verwandeln. Entspannung könnte erst am Donnerstag durch mögliche Niederschläge eintreten.
So wird die Gefahr gemessen
Zur Bewertung der Waldbrandlage betreibt der DWD 60 Messstationen in Baden-Württemberg. Diese erfassen stündlich:
- Temperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Niederschlag
- Windgeschwindigkeit
Daraus ergibt sich ein Index zwischen 1 (sehr geringe Gefahr) und 5 (sehr hohe Gefahr). Der aktuelle Trend zeigt in vielen Regionen Richtung Stufe 5.
Das Jahr 2024 setzt damit die Serie extremer Wetterlagen fort. Laut DWD war bereits 2023 mit 10,8 Grad das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1881. Die jetzige Entwicklung passt in dieses Bild.
Quelle: MANNHEIMER MORGEN